Austauschplattform zur Vernetzung

SET Network

Als dritte Säule des Projekts wird der Austausch zwischen innovativen Geschäftsmodellinhabern und der etablierten Energiewirtschaft gefördert (SET Network). Ebenfalls wird eine kontinuierliche Informationsbereitstellung in die politische Entscheidungsebene über den aktuellen Entwicklungsstand des energiebezogenen Start-up-Ökosystems sichergestellt.

Durch diverse Dialogformate wird die Vernetzung von Start-ups mit etablierten Unternehmen sowie Investoren vorangetrieben. Zusätzlich steht dem Projekt ein Begleitkreis von Expertinnen und Experten beratend zur Seite, um die Geschäftsmodelle bei ihrer Skalierung zu unterstützen.

Unsere Schirmherrschaft

Wir freuen uns sehr, dass Thomas Jarzombek, Beauftragter für Digitale Wirtschaft und Start-ups im Bundeswirtschaftsministerium, den SET-Hub der dena mit viel Engagement als Schirmherr unterstützt.

„Die Energiewende braucht smarte Lösungen. Der SET Hub soll Start-ups helfen durch den regulatorischen Dschungel durchzukommen und eine Vermittlung zwischen jungen Gründungsunternehmen und etablierten Playern ermöglichen.“

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Unser Beraterkreis:

Der Beraterkreis des SET Network besteht aus Expertinnen und Experten aus Energiewirtschaft und Start-up Ökosystem. Mit welchen Themen sollten sich Start-ups aktuell beschäftigen? Wo gibt es Chancen und Herausforderungen, wo Potenzial für neue Geschäftsmodelle? Das haben wir den SET Hub Beraterkreis gefragt und spannende Antworten erhalten.

Marc Peters, IBM Distinguished Engineer – CTO Energy, Environment & Utilities Europe, IBM Deutschland GmbH

Purpose und Impact
„In Zeiten wie diesen braucht es sicherlich mehr denn je unternehmerischen Willen und den Mut, Dinge anzugehen und zu verändern. Letztlich geht es ums Machen. Auf dem Weg hin zu mehr Daten getriebenen Geschäftsmodellen dürfen wir neben den Technologien und Prozessen den erforderlichen kulturellen Wandel nicht vergessen. Darüber hinaus sind gerade in den Innovations- und Start-up-Bereichen Open Source, offene Technologie – und Cloudplattformen und nicht zuletzt die Frage nach der Skalierung entscheidende Faktoren für den späteren Erfolg.Themenbereiche, in denen sich in meinen Augen noch viel bewegen wird und in denen sich damit aktuell auch Chancen auftun, sind sicherlich Regionalität und Kreislaufwirtschaft, beides in Verbindung mit industrie- und branchenübergreifenden Aspekten."

Marco Sauer, Head of Regulatory Affairs & Business Development, Theben AG

Chancen der Digitalisierung
„Der SET Hub bietet Start-ups Unterstützung bei der Entwicklung ihrer innovativen Geschäftsmodelle und Lösungen für die Energiewende. Das ist genau richtig und wichtig, denn die regulatorischen Rahmenbedingungen in diesem Umfeld sind komplex und nicht jede gute Idee ist auch in der Praxis realisierbar. Auf der anderen Seite aber sind die Chancen für innovative Lösungen enorm, gerade in dem sich stark entwickelnden Feld der Digitalisierung. Hier sind wir als Business Unit Smart Energy der Theben AG mit unserem BSI-zertifizierten Smart Meter Gateway aktiv. Dabei arbeiten wir mit vielen (jungen) Unternehmen zusammen an der Digitalisierung der Energiewende sowie an weitergehenden, auf dem Smart Meter Gateway basierenden, Anwendungen."

Dr. Ana Trbovich, Co-Founder, Grid Singularity und Energy Web Foundation

Digitale Geschäftsmodelle als Basis für Energy Communities
„Die Energiewende macht nachhaltige Energy Communities, in denen individuelle Personen aktiv Ressourcen austauschen können, erforderlich.

Hier können neue Geschäftsmodelle auf Basis von IoT, Blockchain und Künstlicher Intelligenz Lösungen für lokale Strommärkte entwickeln, indem sie einen digitalen Marktmechanismus kreieren, der dezentrale Energiequellen und Wahlmöglichkeiten für Verbraucher optimiert.“

Jochen Schwill, Geschäftsführer und Gründer, Next Kraftwerke

Mut für ein sauberes Energiesystem der Zukunft
„Ich bin überzeugt davon, dass das Energiesystem der Zukunft 100% sauberer, billiger und sicherer sein wird als heute. Die digitale Technologie hat große Fortschritte gemacht, Daten basierte Geschäftsmodelle sind auf dem Vormarsch und das Bewusstsein ist geschärft, dass sich etwas tun muss. Vor zehn Jahren klang „Virtuelles Kraftwerk“ noch nach Science-Fiction, heute ist es Realität. Vor zehn Jahren hätte man müde gelächelt bei dem Gedanken, dass Erneuerbare Energien bei der Stabilisierung des Stromnetzes helfen können. Heute tun sie es jeden Tag. Jetzt ist die Elektromobilität dran. Intelligentes Lademanagement, flexible Ladetarife, Netzstabilität durch E-Auto-Batterien – ich bin gespannt, was wir in den kommenden zehn Jahren an Lösungen in dem Bereich sehen werden. Ich weiß, wenn wir in Chancen denken, Mut für Neues besitzen, interdisziplinär arbeiten und an unsere Vision glauben, dann können wir einiges erreichen.“

Fabian Sacharowitz, Investment Director DACH, InnoEnergy

Cleantech und Elektromobilität
„Wir brauchen noch viele technische Innovationen im Bereich Cleantech und Elektromobilität, um die ambitionierten Pariser Klimaziele doch noch erreichen zu können. Die IEA identifiziert in ihrem Innovation Gaps Report über 100 Innovationslücken in 45 Sektoren. Die Politik hat zunehmend erkannt, dass schnell und konsequent gehandelt werden muss der Green Deal der Europäischen Union ist hier nur ein Beispiel. Am wichtigsten aber ist, dass sich das Kundenverhalten deutlich hin zu mehr Klimabewusstsein ändert. Damit sind die Chancen für Geschäftsmodelle im Bereich Cleantech und Elektromobilität so gut nie zuvor. Allerdings darf darüber nicht vergessen werden, dass auch in diesen Bereichen der Product-Market-Fit über den Erfolg eines Geschäftsmodells entscheidet. Nicht alles was (system-)technisch sinnvoll ist wird auch nachgefragt. Letztlich werden technische Innovationen nur in kommerziell erfolgreichen Geschäftsmodellen einen echten Beitrag zur Energiewende leisten können.“

Kristofer Fichtner, Co-Founder/CTO – Ecoworks

Im Bereich Bestandsgebäude braucht es Innovationen

„Die EU-Kommission hat vor kurzem die ersten Konzepte zur „Renovation Wave“ bereitgestellt. Sie macht klar, dass beim Energieverbrauch und den CO2 -Emissionen von Bestandsgebäuden endlich mehr passieren muss und verbindet dieses auch mit einem möglichen Jobmotor zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie. Natürlich ist es von diesem Konzept noch ein weiter Weg bis zur nationalen Gesetzgebung der Mitgliedsstaaten, aber die Marschrichtung ist vorgegeben: wir werden in den nächsten Jahren unseren Gebäudebestand sehr grundlegend verändern müssen. Innovationen in Hard- und Software sowie Prozessen sind hier genau so gefragt wie effiziente Regulierung. Und bei diesen weitreichenden anstehenden Anpassungen können kleine, agile Unternehmen oft entscheidend zügiger reagieren als etablierte Konzerne mit Legacy und dem Hang zum Bewahren des Bestandsgeschäftes. Ich sehe hier gute Chancen für Start-ups und unsere Umwelt!“

Dr. Stefan Nykamp, Head of Strategic Grid Economics/ Grid Fees – Innogy

Kollaboration ist essenziell

„Die großen Herausforderungen der Energiewende mit neuen technischen Ansätzen, neuen Geschäftsmodellen, neuen Denkweisen angehen. Und dabei Buzzwords mit Leben füllen – Start-ups sollten agil, erfinderisch, schnell und „kulturell anders“ sein. Gute Start-ups sind effektiv. Etablierte Unternehmen verstehen Märkte und Wettbewerb dagegen meist besser, gewinnen langsamer, aber dann mit Wucht an Geschwindigkeit – sie sind effizient. Der Schlüssel für Erfolg heißt hier Collaboration. So gewinnen beide und am Ende vor allem die Kunden, deren (vielleicht vorher auch noch gar nicht bekannte) Bedürfnisse bedient werden. Neben vielen Themenbereichen der Digitalisierung in Energiesystemen liegt mit Blick auf die Umsetzung der Energiewende ein langweilig anmutendes, aber riesiges Geschäftsfeld weiter brach – der Wärmesektor im Bestand. Gerade hier nehme ich kaum Start-ups wahr – das wäre doch ein perfektes „hot“ topic.“

Martin Richter, Energie und Smart Infrastructure Coach beim SpinLab – The HHL Accelerator

Gründerszene trotz Corona optimistisch

„Insgesamt scheint die Gründerszene in der Corona-Pandemie bislang glimpflich davongekommen zu sein, auch wenn es anfangs nicht danach aussah. Derzeit ist es jedoch noch nicht absehbar, wie viele junge Unternehmen im Verlauf des nächsten Jahres überleben werden. Die übergreifenden staatlichen Hilfen scheinen aber tatsächlich eine sehr große unterstützende Wirkung zu haben, die Stimmung ist überwiegend optimistisch, auch Investoren sind tendenziell zuversichtlich. Die Pandemie hat letztlich auch Trends beschleunigt, wie das Voranschreiten von Digitalisierungslösungen in allen Branchen – auch Nachzügler haben den Bedarf endlich erkannt. Ein Trendthema, das gerade viel nachgefragt wird, sind Pyrolyseverfahren unter der Nutzung von regenerativer Energie, insbesondere im Zusammenhang mit der Dekarbonisierung und Nutzung von biologischen Wertstoffen aus Abfällen zur Herstellung von unter anderem Wasserstoff und zur Auskopplung von Wärme.“

Carsten Raven, Business Development/Innovation Strategy Connected Home – EnBW

Große Chance für Start-ups in der Wärmeerzeugung

„Die Energiewende im Gebäudebereich benötigt einen holistischen Ansatz über alle Gewerke. Das bedeutet, dass dezentrale Energieerzeugung und -speicherung, E-Mobilität, Gebäudewärme und energetische Sanierungen der Gebäudehülle zusammen betrachten werden müssen. Nur so können wir die Klimaziele erreichen. Der Markt ist in einer spannenden Phase des Umbruchs. Start-ups haben jetzt die Chance, sich mit neuen digitalen und kundenorientierten Geschäftsmodellen zur Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien hervorzutun und sich auch gegen etablierte Player durchzusetzen.“

Oleg Spyridonov, Business Development Manager – GWAdriga

Chancen bei digitalen Mehrwertdiensten

„Die Digitalisierung der Energiewirtschaft: Mit dem Beginn des Smart-Meter Rollouts werden nun auch zunehmend die Endkunden als aktive Teilnehmer in den Energiemarkt einbezogen. Nicht nur die Infrastruktur ist im Wandel von analog zu digital. Auch die Bedürfnisse der Kunden ändern sich, der Wunsch nach „smarten“ und vernetzten Produkten und Dienstleistungen nimmt immer mehr zu. Der Bedarf zur Bereitstellung von digitalen Mehrwertdiensten für Endkunden, auf Basis der Energiedaten, ergibt Chancen und Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle die zur Kundenbindung sowie Akquise von Neukunden beitragen. Die Sicherstellung der Interoperabilität der Hardware durch Implementierung digitaler Lösungen sowie die branchenübergreifende Anwendung der neuen Messtechnik, für die Steuer- und Schaltprozesse, das Submetering oder die E-Mobilität, forcieren die Weiterentwicklung von innovativen und skalierbaren Lösungen.“

Sie haben organisatorische Fragen zum SET Network?

Sara Mamel

Senior Expertin Digitalisierung

T: +49 (0)30 66 777 - 517
F: +49 (0)30 66 777 - 699
mamel(at)dena.de

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